Tipp 4: Wie ist das eigentlich mit den Megapixeln?

Die Bildqualität hängt von vielen Dingen ab unter anderem von der Qualität des Objektivs und von der Anzahl der Pixel. Ein Pixel ist ein Bildpunkt, denn ein digitales Bild besteht aus einzelnen Bildpunkten. Während die ersten Digitalen mit ca. 2000 Pixel (= 2 Megapixel) fotografierten, tun dies heutige Kameras mit 16 Megapixel und mehr. Worin liegt aber der Sinn? Wenn man ein Foto vergrößert wird auch der einzelne Bildpunkt größer. Umso mehr Bildpunkte aber ein Foto hat umso detailreicher ist es. Das hat dazu geführt, dass Kamerahersteller Kameras mit immer mehr MPs erzeugt haben. Nur was bei großen Profikameras Sinn macht führt bei kleinen Kameras zu einem Problem.

Das Problem besteht nämlich darin, dass in kleinen Kameras nicht viel Platz für einen großen hochwertigen Sensor bleibt. Ein großer Sensor ist aber wichtig, um die vielen Megapixel mit genügend Licht zu versorgen. Bei geringer Sensorfläche ist der einzelne Pixel zwangsläufig kleiner und wird somit mit weniger Licht versorgt, als dies bei einem größeren Pixel der Fall ist. Das Resultat ist ein höheres Signal-Rauschverhältnis (Bildrauschen einfach erklärt sieht aus wie schlechter Fernsehempfang), dem mit starken Rauschunterdrückungsfiltern entgegen gewirkt werden muss. Dies geht natürlich auf Kosten der Detailfülle, steht also dem Sinn einer erhöhten Megapixelanzahl entgegen. Hinzu kommt, dass durch die Versorgung mit weniger Licht pro Pixel die Kamera automatisch eine höhere ISO-Empfindlichkeit wählt, wodurch starkes Rauschen noch weiter unterstützt wird.

Lengweiher III

Für kleine Kameras ist deshalb eine Anzahl von mindestens 5 und höchstens 10 Megapixeln am sinnvollsten. Will man mehr d.h. Fotos stark vergrößern muss man wohl oder übel zu einer größeren Kamera mit einem größeren Chip greifen.

 

 

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