Tipp 9: Was versteht man unter „Brennweite“?

Mit dem Zoomhebel kann man verschiedene Brennweiten einstellen, d.h. den Winkel auf das Motiv ändern u. zw. vom Weitwinkel- über den Normal- bis zum Telebereich. Um es wieder ganz einfach zu erklären. Wenn man mit einer Taschenlampe leuchtet, kann man den Leuchtkegel von breit und nah bis schmal und weit verdrehen. So ähnlich funktioniert auch der Zoomhebel.

Unter dem Normalbereich versteht man den Sichtwinkel des menschlichen Auges. Dieser entspricht einer Brennweite von ca. 50 (Kleinbildformat). Alles was darunter also als Zahl niedriger ist, wird als Weitwinkelbereich bezeichnet, alles was darüber ist als Telebereich. Jeder Bereich hat aber seine Vor- und Nachteile.

Weitwinkelbereich:
Dieser hat wie der Name schon sagt, den weitesten Winkel. Positiv ist die größte Tiefenschärfe (von vorne bis hinten scharf) und die beste Lichtstärke des Objektivs. Negativ die Verzeichnung (Verbiegung) besonders bei geometrischen Linien.

Telebereich:
Hier ist der Winkel schmaler. Die Lichtstärke des Objektivs und die Tiefenschärfe sind geringer. Dies lässt sich aber gut gestalterisch einsetzen, wenn man bewusst einen unscharfen Hintergrund haben möchte z.B. bei einem Porträt.

Der kreative Fotograf kennt also die Eigenschaften seines Kameraobjektivs und setzt sie je nach Motiv gestalterisch ein.

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2 Antworten auf Tipp 9: Was versteht man unter „Brennweite“?

  1. Ernst sagt:

    Liebe “ monilang“, deine benutzerfreundlichen Vergleiche sind hervorragend. Ich freu mich schon auf deinen nächsten Einfall. Ein Fan !

  2. langmoni sagt:

    Hallo Ernst,

    danke für deinen Kommentar. Jetzt noch ein technischer Tipp und dann widme ich mich der Motivwahl.

    LG Monika

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