Buch des Monats Jänner 2015

Christoph Ransmayr: Morbus Kitahara

Zum Schwerpunktjahr 1945 – 2015 passt Christoph Ransmayrs  dichtgewebter Roman, der die Nachkriegszeit an einem idyllischen Badeort mit einem nahen Granitsteinbruch ansiedelt. Unschwer zu erkennen der Traunsee und  Ebensee. Die zentralen Figuren,    morbusAmbras der gefolterte Zwangsarbeiter von einst, Bering sein Leibwächter und Lily, Schmugglerin, Tochter eines ehemaligen Schergen in schwarzer Uniform.

Die Besatzungsmacht vertritt General Stellamour  der die Bevölkerung in Armut und Rechtlosigkeit gefangen hält. Hier stellt Christoph Ransmayr die Verbindung zum realen „Morgenthau – Plan“ her. Deutschland und Österreich sollten jegliche Industrien verwehrt werden, das heißt reine Agrarländer.

Für diesen an Metaphern und Zeitgeschichte reichen Roman  erhielt der Autor 1996 zusammen mit Salman Rushdie den Aristeion Literaturpreis.

Liselotte Leikermoser

Der Roman ist im Bestand der Bibliothek Wals – Siezenheim

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